Banken – Costellos Finanzblog http://www.costello-online.com Wed, 11 Sep 2013 11:26:33 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.4.12 Finanzkrise – Was steckt dahinter? http://www.costello-online.com/2012/03/finanzkrise-was-steckt-dahinter/ Mon, 19 Mar 2012 15:24:57 +0000 http://www.costello-online.com/?p=133 Weiterlesen ]]> Glücklicherweise konnte in den letzten Wochen eine Vereinbarung mit Griechenland und den privaten Gläubigern geschlossen werden, die einen Schuldenschnitt erlaubt hat. Die Konsequenz war natürlich, dass die Gläubiger am Ende nicht mehr die ursprünglich geliehene Summe zurückgezahlt bekommen. Wer jetzt fordert, dass die Griechen dann keine weiteren Kredite erhalten, der sollte sich überlegen, wer Griechenland bisher Geld geliehen hat. Denn noch vor wenigen Jahren hatte Griechenland die gleiche Top-Bonität wie Deutschland und somit haben nicht nur Versicherungen einen Teil ihrer Finanzen in Griechenland angelegt.

Wer also jetzt verlangt, dass kein weiteres Geld nach Griechenland fließt, der sollte wissen, dass dann auch unmittelbar die Rendite der eigenen privaten Altersvorsorge betroffen sein könnte – denn Versicherungen müssen ihr Geld schließlich irgendwo anlegen und das waren eben in der Vergangenheit auch griechische Staatsanleihen.

Baufinanzierung und Kredite – ein Glück wer Schulden hat!
Wer dagegen Schulden hat, der kann sich glücklich schätzen. Denn ein Grund für die aktuell sehr niedrigen Zinsen ist unter anderem auch die aktuelle Finanzkrise. Diese sorgt dafür, dass sich die Banken sehr günstig Geld für einen Kredit sichern können und diese günstigen Kreditzinsen dann an ihre Kunden weitergeben. Aber auch Staaten wie die Bundesrepublik Deutschland profitieren von dieser ausgesprochen günstigen Entwicklung, denn die Zinslast für den Finanzminister ist deutlich gesunken. Allerdings stellt sich schon jetzt die Frage, welche Auswirkungen steigende Zinsen auf den Bundeshaushalt und die anstrebte Konsolidierung der Finanzen haben wird. Es bleibt also für alle zu hoffen, dass die Zinsen weiterhin auf dem historisch tiefen Niveau verharren.

]]>
Volkswagen Bank leiht sich Milliarden von der EZB http://www.costello-online.com/2012/03/volkswagen-bank-leiht-sich-milliarden-von-der-ezb/ Fri, 16 Mar 2012 08:34:48 +0000 http://www.costello-online.com/?p=127 Weiterlesen ]]> Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten hat die Europäische Zentralbank rund 500 Mrd. Euro als Dreijahres-Tender ausgegeben. Doch bisher hielten sich deutsche Banken bei der Nutzung dieser Refinanzierungsquelle sehr zurück. Obwohl den Informationen der Nachrichten-Agentur Reuters zufolge deutsche Institute insgesamt rund 42 Mrd. Euro abgegriffen haben sollen hatte sich bisher kein renomiertes deutsches Geldhaus zu einer Inanspruchnahme bekannt.

Jetzt räumte die Volkswagen Bank als erstes größeres deutsches Kreditinstitut ein, zwei Milliarden Euro zu einem Zinssatz von einem Prozent bei der EZB aufgenommen zu haben. Als Sicherheiten wurden angabegemäß die im Zuge der Finanzkrise in Verruf gerateten ABS-Papiere (Verbriefungen) hinterlegt. Jedoch versicherte der Finanzchef Frank Fiedler, dass dies eine außerordentliche Beanspruchung war und nicht als eine regelmäßige Refinanzierungsquelle geplant sei.

Volkswagen Bank plant weiter mit Kundeneinlagen als Refinanzierungsquelle
Insgesamt legten die Kunden der Autobank in 2011 rund 23,8 Milliarden Euro an. Dies sei rund 18 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Vor allem seit Ausbruch der Finanzkrise setzen Banken verstärkt auf Kundeneinlagen als Refinanzierungsquelle, da sich diese im Vergleich zum Beispiel zu institutionellen Anlegern als sehr stabil erwiesen hat. Hierfür ist der Absatzunterstützer der Volkswagen Gruppe auch bereit, einige Punkte an Marge in Kauf zu nehmen.

Die Volkswagen Bank sieht den Autoabsatz-Markt Europa stagnierend
Trotz der Rekordjahre für alle großen deutschen Autobauer in 2011 erwarten die Wolfsburger Autobauer sowie die Analysten ihrer Finanzsparte in Europa einen schwächelnden Automarkt. Die Gewinnerwartungen der Volkswagen Bank selbst sind daher auch verhalten; man gehe von einer Stagnation der Gewinne aus.

]]>
Chinesische Zentralbank will Geldpolitik auflockern http://www.costello-online.com/2012/03/chinesische-zentralbank-will-geldpolitik-auflockern/ Tue, 13 Mar 2012 10:05:11 +0000 http://www.costello-online.com/?p=117 Weiterlesen ]]> Die chinesische Wirtschaft war in den letzen 20 Jahren durch ein ständig steigendes Wachstum gekennzeichnet. Im Zusammenhang mit der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise sank dieses Wachstum von 10,4% im Jahre 2011 auf gegenwärtig 7,5%. Ein Ende dieser Talfahrt ist jedoch nicht abzusehen. Die europäische Schuldenkrise führte im letzten Jahr zu einem Rückgang der Nachfrage nach Waren aus China. Im vergangenen Jahr ging der Außenhandelsüberschuss auf 160 Milliarden Dollar zurück (12% weniger als 2010).

Andererseits führte des gesunkene Wirtschaftswachstum zu einer Verringerung der Inflationsrate. Der Anstieg der Verbraucherpreise sank auf ein Rekordtief von 3,2 % innerhalb der letzten 20 Jahre. Diese Entwicklung, so positiv sie auch für die Verbraucher auch sein mag, muss vielmehr als Ausdruck für die gesunkene Wirtschaftsleistung des Riesenreiches China angesehen werden. Sie widerspiegelt die Tatsache, dass die chinesische Wirtschaft unter einer gewissen Geldknappheit leidet, der durch eine Verringerung der Mindestreservesätze begegnet werden soll.

Unter Mindestreserven sind diejenigen Guthaben zu verstehen, die Kreditinstitute in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes bei der Zentralbank unterhalten müssen. Eine Erhöhung oder Senkung des Mindestreservesatzes hat unmittelbare Folgen für die Liquidität der Banken. Hohe Mindestreservesätze schränken den Spielraum der Banken für die Kreditvergabe ein, niedrige Mindestreservesätze erhöhen diesen. Der Staat kann so über die Festlegung dieses Prozentsatzes Einfluss auf die Geldmenge nehmen, welche für ein reibungsloses Funktionieren der Wirtschaft notwendig ist.

Der Zentralbank-Gouverneur Zhou Xiaochuan wies darauf hin, dass der Spielraum für eine Senkung des Mindestreservesatzes ziemlich groß sei, da er derzeit bei 20,5% liege. In den neunziger Jahren lag er bei nur 6%. Es werde in den nächsten Monaten weitere Absenkungen geben, allerdings mit der strengen Maßgabe, die Stabilität der chinesischen Währung nicht in Frage zu stellen.

Ein weiteres Mittel zum Ankurbeln der wirtschaftlichen Entwicklung er darin, die Fremdwährungsreserven, die gegenwärtig etwa 3 Billionen US-Dollar betragen, effektiver einzusetzen.

Quelle: Reuters/dpa

]]>